Panoramastraßen Österreich

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Panoramastraßen Österreich: Echt schöne Alpenstraßen

Kurvenreiche Bergstraßen, spektakuläre Ausblicke auf die Alpen, türkisfarbene Speicherseen und alte Bergahorne auf weitläufigen Almen: Panoramastraßen in Österreich machen bereits die Anfahrt zum Erlebnis. Einige führen dich bis in die hochalpine Gletscherwelt, andere zu gewaltigen Staumauern, aussichtsreichen Berggipfeln oder mitten hinein in die Landschaft des Karwendels.

Doch welche Strecke lohnt sich für deinen Ausflug? Wo musst du Maut bezahlen? Welche Straßen sind nur im Sommer geöffnet und welche eignen sich für eine Fahrt mit dem Motorrad, einen Tagesausflug mit der Familie oder eine Wanderung in den Bergen?

Hier findest du eine Übersicht der schönsten Panoramastraßen, Höhenstraßen und Mautstraßen in Österreich. Du erfährst, was die einzelnen Strecken besonders macht, welche Ausflugsziele dich erwarten und worauf du bei der Planung achten solltest. Über die verlinkten Detailseiten gelangst du zu den jeweiligen Informationen über Mautpreise, Öffnungszeiten und Anfahrt.

Die schönsten Panoramastraßen in Österreich im Überblick

Panoramastraße ÖsterreichDas macht sie besonders
Großglockner HochalpenstraßeGroßglockner, Pasterze und spektakuläre Hochgebirgslandschaft
Kaunertaler GletscherstraßeVom grünen Tal bis hinauf in die Gletscherregion
Timmelsjoch HochalpenstraßeHochalpine Passfahrt zwischen Tirol und Südtirol
Ötztaler GletscherstraßeMit dem Auto hinauf in die hochalpine Gletscherwelt
Villacher AlpenstraßeAussichtsplattform, Alpengarten und Blick auf die Karawanken
Malta HochalmstraßeWasserfälle, enge Felslandschaften und die gewaltige Kölnbreinsperre
Schlegeis AlpenstraßeSmaragdgrüner Stausee, hohe Gipfel und Wanderungen
DachsteinstraßeAuffahrt in die Dachsteinregion und Ausgangspunkt für Bergabenteuer
Gerlos AlpenstraßeAusblicke auf die Krimmler Wasserfälle
Mautstraße EngAlter Ahornwald, Karwendelkulisse und Engalm

1. Großglockner Hochalpenstraße: Österreichs berühmteste Panoramastraße

Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein Klassiker – und das nicht ohne Grund. Auf der Fahrt durch den Nationalpark Hohe Tauern geht es vorbei an schroffen Felswänden, hoch gelegenen Almflächen und immer neuen Ausblicken auf die Gipfelwelt. Die Straße verbindet das Salzburger Land mit Kärnten und führt über das Hochtor auf rund 2.504 Meter Seehöhe.

Ein besonders lohnender Abstecher führt zur Edelweißspitze. Von oben schaust du auf die vielen Kehren der Hochalpenstraße und bei guter Sicht weit über die Bergwelt. Der eigentliche Höhepunkt wartet für viele an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe: Dort stehen der Großglockner und die Pasterze im Mittelpunkt. Der Blick auf Österreichs höchsten Berg und den großen Gletscher macht deutlich, wie gewaltig die Landschaft hier oben ist.

Plane für die Großglockner Hochalpenstraße nicht nur eine schnelle Durchfahrt ein. Es gibt mehrere Aussichtspunkte, Ausstellungen und Wandergelegenheiten. Gerade mit Kindern lässt sich die Fahrt so in kleine Etappen aufteilen. Wer nur einmal kurz anhält, verpasst einen großen Teil dessen, was diese Straße ausmacht.

Mein Tipp für die Planung: Wenn dir der Blick auf den Großglockner besonders wichtig ist, nimm dir Zeit für die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Sie ist nicht einfach ein weiterer Parkplatz, sondern ein eigenes Ausflugsziel. Alle Details zu Maut, Preisen und Öffnungszeiten findest du auf unserer Seite zur Großglockner Hochalpenstraße.

2. Kaunertaler Gletscherstraße: Vom grünen Tal bis in die Gletscherwelt

Bei der Kaunertaler Gletscherstraße ist vor allem der Landschaftswechsel beeindruckend. Du startest im hinteren Kaunertal und fährst über rund 26 Kilometer immer weiter hinauf. Unterwegs verändert sich die Umgebung spürbar: Aus grünen Wiesen und bewaldeten Hängen wird eine zunehmend karge Hochgebirgslandschaft. Der Gepatschstausee sorgt dabei für einen besonders schönen Kontrast zu den grauen Felsen und den umliegenden Gipfeln.

Die Straße führt bis zum Gletscherzentrum auf rund 2.750 Meter Seehöhe. Damit gehört sie zu den höchstgelegenen mit dem Auto erreichbaren Straßen Österreichs. Wer noch weiter hinauf möchte, kann mit der Karlesjochbahn zusätzliche Höhenmeter sammeln und von oben in Richtung der Bergwelt an der Grenze zu Italien und der Schweiz blicken.

Das Schöne an dieser Strecke: Du musst keine lange Bergwanderung unternehmen, um in eine Landschaft zu kommen, die sich deutlich vom Tal unterscheidet. Schon die Fahrt selbst macht die Höhenstufen der Alpen sichtbar. Mit kurzen Stopps am Stausee und an den Aussichtspunkten lässt sich daraus ein abwechslungsreicher Tagesausflug machen.

Für wen lohnt sie sich besonders? Für alle, die Gletscherlandschaften erleben möchten, ohne den ganzen Tag zu Fuß unterwegs zu sein. Auch Fotofans kommen auf ihre Kosten, weil sich die Landschaft auf der Auffahrt immer wieder verändert. Alle Informationen zur Maut und zur Strecke findest du bei der Kaunertaler Gletscherstraße.

3. Timmelsjoch Hochalpenstraße: Eine Passfahrt zwischen Tirol und Südtirol

Das Timmelsjoch ist keine Straße, die einfach nur zu einem Aussichtspunkt führt. Hier ist die Passüberquerung selbst das Erlebnis. Die Hochalpenstraße verbindet das Ötztal mit dem Passeiertal in Südtirol und führt bis auf rund 2.474 Meter Seehöhe. Auf beiden Seiten des Passes verändert sich die Landschaft, und genau dieser Wechsel macht die Strecke so reizvoll.

Auf der Fahrt erwarten dich kurvenreiche Abschnitte, steile Berghänge und eine zunehmend karge Hochgebirgswelt. Dazu kommen die besonderen Erlebnisstationen entlang der Straße. Die markanten Bauwerke und Installationen greifen Themen wie Natur, Geschichte und die Verbindung zwischen Nord- und Südtirol auf. Du kannst die Fahrt also immer wieder unterbrechen und bekommst mehr als nur schöne Aussichtspunkte geboten.

Oben am Pass spürst du, wie weit du dich vom Alltag im Tal entfernt hast. Die Landschaft wirkt rauer, die Vegetation wird spärlicher, und die Berge stehen ganz unmittelbar im Blickfeld. Wer gerne kurvenreiche Straßen fährt, findet hier eine besonders eindrucksvolle Strecke. Gleichzeitig lohnt es sich, nicht einfach nur über den Pass zu fahren, sondern einzelne Stationen bewusst mitzunehmen.

Mein Planungstipp: Verbinde die Passfahrt mit einem Aufenthalt im Ötztal oder im Passeiertal. So wird aus der Strecke mehr als ein kurzer Abstecher, und du kannst die unterschiedlichen Landschaften auf beiden Seiten des Passes erleben. Alle Infos zur Strecke findest du bei der Timmelsjoch Hochalpenstraße.

4. Ötztaler Gletscherstraße: Mit dem Auto ganz weit hinauf

Die Ötztaler Gletscherstraße führt von Sölden hinauf in die hochalpine Welt der Ötztaler Alpen. Hier geht es nicht um eine gemütliche Fahrt durch Almwiesen, sondern um die unmittelbare Nähe zu einer Landschaft aus Fels, Eis und hohen Gipfeln. Die Straße führt zu den Gletscherskigebieten am Rettenbachferner und Tiefenbachferner und erreicht Höhen, die bei gewöhnlichen Ausflugsstraßen selten sind.

Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zur Landschaft weiter unten im Ötztal. Während im Tal Häuser, Wälder und Wiesen das Bild prägen, wird es oben immer karger. Die hohen Berge rücken näher, und die Dimensionen des Hochgebirges werden viel greifbarer. Die Verbindung zwischen den beiden Gletscherbereichen macht die Strecke auch für alle interessant, die sich für die alpine Landschaft und den Wandel der Gletscher interessieren.

Im Unterschied zur Kaunertaler Gletscherstraße steht hier stärker die hochalpine Umgebung rund um Sölden im Mittelpunkt. Es ist eine Fahrt für alle, die möglichst weit hinauf möchten und sich für die Welt oberhalb der Baumgrenze begeistern.

Gut zu wissen: Die Straße ist mit dem Betrieb der Gletscherskigebiete verbunden. Deshalb solltest du vor der Anfahrt prüfen, welche Abschnitte und Einrichtungen gerade zugänglich sind. Plane den Ausflug außerdem nicht nur nach der Kilometerzahl – in dieser Höhe ist die Fahrt selbst bereits ein wesentlicher Teil des Erlebnisses. Mehr dazu liest du auf unserer Seite zur Ötztaler Gletscherstraße.

5. Villacher Alpenstraße: Große Aussicht, ohne weit ins Gebirge fahren zu müssen

Nicht jede Panoramastraße muss tief in die Alpen führen, um sich zu lohnen. Die Villacher Alpenstraße beginnt in der Nähe von Villach und führt auf 16,5 Kilometern hinauf zum Dobratsch. Dabei überwindest du rund 1.200 Höhenmeter und bekommst immer wieder neue Ausblicke auf Kärnten, die Karawanken und die Julischen Alpen.

Ein besonderer Stopp ist der Skywalk bei der Roten Wand. Von der Aussichtsplattform blickst du auf die markante Felswand und weit über die umliegende Bergwelt. Die Plattform ist über einen barrierefrei erreichbaren Steg zugänglich. Ein anderes Erlebnis bietet der Alpengarten: Dort kannst du mehr als 800 alpine Pflanzenarten entdecken. Die Straße ist damit nicht nur etwas für Menschen, die gern auf Berge schauen, sondern auch für alle, die mehr über die Natur erfahren möchten.

Oben bei der Rosstratte auf 1.732 Metern beginnen außerdem Wanderwege in Richtung Dobratsch. Du kannst die Auffahrt also ganz entspannt mit einer kurzen Runde verbinden oder den Ausflug zu einer längeren Wanderung ausbauen.

Warum ich diese Straße besonders praktisch finde: Sie lässt sich gut in einen Urlaub rund um Villach einbauen. Du musst nicht den ganzen Tag für eine abgelegene Hochgebirgsroute reservieren und bekommst trotzdem Aussichtspunkte, Naturerlebnisse und Einkehrmöglichkeiten. Alle Informationen findest du auf der Seite zur Villacher Alpenstraße.

6. Malta Hochalmstraße: Durch das Tal der Wasserfälle zur riesigen Staumauer

Die Malta Hochalmstraße führt durch das Maltatal in Kärnten. Schon die Zufahrt ist abwechslungsreich: Das Tal wird enger, steile Felswände rücken näher, und entlang der Strecke gibt es Wasserfälle zu entdecken. Die Straße führt schließlich hinauf zur Kölnbreinsperre, einer der eindrucksvollsten Staumauern Österreichs.

Die Kölnbreinsperre liegt auf rund 1.902 Metern Seehöhe. Ihre Staumauer ist etwa 200 Meter hoch und 626 Meter breit. Wenn du direkt davorstehst, wird erst richtig deutlich, welche Dimensionen dieses Bauwerk hat. Auf dem Airwalk kannst du dich der Mauer aus einer ungewöhnlichen Perspektive nähern und tief ins Tal hinunterblicken. Dazu kommen Ausstellungen und Führungen, bei denen du mehr über die Wasserkraft und die Entstehung der Anlage erfährst.

Was diese Panoramastraße von vielen anderen unterscheidet, ist die Mischung aus Natur und Technik. Erst fährst du durch eine eindrucksvolle Felslandschaft, dann stehst du vor einem Bauwerk, das fast unwirklich groß wirkt. Oben kannst du außerdem spazieren gehen oder eine Wanderung in der Bergwelt beginnen.

Mein Tipp: Plane nicht nur die Auffahrt ein. Wenn du dir die Staumauer ansehen, den Ausblick genießen und vielleicht eine Führung machen möchtest, solltest du mehrere Stunden für den Ausflug reservieren. Mehr zu Anfahrt, Maut und Ausflugszielen steht auf unserer Seite zur Malta Hochalmstraße.

7. Schlegeis Alpenstraße: Zum smaragdgrünen Stausee im Zillertal

Die Schlegeis Alpenstraße beginnt bei Ginzling im Zillertal und führt auf rund 13 Kilometern hinauf zum Schlegeisspeicher. Die Fahrt ist schon wegen ihrer Tunnel und kurvigen Abschnitte ein Erlebnis. Oben angekommen, wartet ein Stausee, dessen smaragdgrünes Wasser einen spannenden Kontrast zu den dunklen Felswänden und den hohen Gipfeln der Zillertaler Alpen bildet.

Die große Staumauer ist ein Blickfang, aber längst nicht der einzige Grund für den Besuch. Rund um den See beginnen Wanderungen in die hochalpine Bergwelt. Besonders bekannt ist der Weg zur Olpererhütte, an der eine Hängebrücke mit Blick auf den Schlegeisspeicher zu einem beliebten Fotomotiv geworden ist. Dafür musst du allerdings ein gutes Stück zu Fuß gehen und Höhenmeter überwinden – es handelt sich nicht um einen kurzen Spaziergang direkt vom Parkplatz.

Wenn du lieber gemütlich unterwegs bist, kannst du auch einfach am See bleiben, die Staumauer aus der Nähe ansehen und die Bergkulisse genießen. Wer gerne wandert, kann den Ausflug dagegen zu einer richtigen Bergtour ausbauen.

Für die Planung wichtig: Die Schlegeis Alpenstraße ist eine saisonale Mautstraße. Die Fahrt lohnt sich besonders, wenn du oben Zeit verbringen möchtest. Nur hinaufzufahren, kurz auszusteigen und gleich wieder umzukehren, wird dem Ausflugsziel kaum gerecht. Die Details zur Anfahrt und Maut findest du bei der Schlegeis Alpenstraße.

8. Dachsteinstraße: Der Einstieg in die Welt des Dachsteins

Die Dachsteinstraße führt in die Bergwelt oberhalb von Ramsau am Dachstein und ist vor allem als Zufahrt zu den Ausflugszielen rund um die Dachstein-Bergstation interessant. Die Region verbindet eine weite, offene Hochfläche mit dem markanten Dachsteinmassiv, dessen Felswände sich deutlich von den sanfteren Almflächen darunter abheben.

Hier steht weniger eine lange Passüberquerung im Mittelpunkt als der Zugang zu einer eindrucksvollen Bergregion. Je nachdem, was du vorhast, kannst du den Ausflug mit einer Bergbahnfahrt, einem Spaziergang oder einer Wanderung verbinden. Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen der Landschaft von Ramsau und den steilen Felswänden des Dachsteinmassivs.

Die Straße ist damit vor allem für jene interessant, die nicht einfach eine Strecke abfahren, sondern einen Ausflug in die Dachsteinregion unternehmen möchten. Wenn du ohnehin in Ramsau oder im Ennstal Urlaub machst, kann sie ein Baustein für einen ganzen Tag in den Bergen sein.

Mein Tipp: Entscheide vorab, was du am Dachstein unternehmen möchtest. Für eine Wanderung oder einen Besuch der Bergstation brauchst du deutlich mehr Zeit als für eine reine Auffahrt. Prüfe außerdem vor der Fahrt, welche Anlagen und Ausflugsziele geöffnet sind. Mehr Informationen findest du auf unserer Seite zur Dachsteinstraße.

9. Gerlos Alpenstraße: Nahe der Krimmler Wasserfälle

Die Gerlos Alpenstraße verbindet das Salzachtal rund um Krimml mit dem Zillertal. Sie ist besonders dann interessant, wenn du die Fahrt mit einem Besuch der Krimmler Wasserfälle kombinieren möchtest. Die Wasserfälle gehören zu den bekanntesten Naturattraktionen Österreichs, und entlang der Straße gibt es Stellen, an denen du die Wassermassen aus unterschiedlichen Perspektiven sehen kannst.

Die Wasserfälle stürzen in mehreren Stufen insgesamt rund 380 Meter in die Tiefe. Von den Aussichtspunkten bekommst du einen Eindruck von ihrer Größe, ohne dafür sofort eine lange Wanderung unternehmen zu müssen. Wenn du näher heran möchtest, lohnt sich zusätzlich der Besuch des Wasserfallwegs, der zu verschiedenen Aussichtspunkten führt.

Die Gerlos Alpenstraße ist außerdem eine praktische Verbindung zwischen zwei Urlaubsregionen. Du kannst sie als Teil einer Rundfahrt nutzen oder gezielt wegen der Wasserfälle ansteuern. Im Vergleich zu den hoch gelegenen Gletscherstraßen steht hier nicht die Fahrt bis in eine Eislandschaft im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel aus Bergstraße, Talblick und Wasserfall.

So würde ich den Ausflug planen: Erst die Wasserfälle in Ruhe anschauen und danach die Panoramafahrt genießen – oder umgekehrt, wenn du von der anderen Seite kommst. Dann wird aus der Straßenmaut ein Teil eines ganzen Tagesausflugs. Alle Infos zur Strecke findest du bei der Gerlos Alpenstraße.

10. Mautstraße Eng: Durch den Großen Ahornboden mitten ins Karwendel

Die Mautstraße Eng ist landschaftlich ganz anders als die hochalpinen Gletscherstraßen. Sie führt von Hinterriß durch das Rißtal zum Großen Ahornboden und weiter bis zur Engalm. Hier sind es nicht die Gletscher oder die Höhe, die den Reiz ausmachen, sondern die mächtigen alten Ahornbäume, die weiten Wiesen und die steilen Felswände des Karwendels.

Besonders im Herbst ist der Große Ahornboden ein außergewöhnliches Ziel. Wenn sich die Blätter der Ahornbäume gelb und orange färben, leuchtet die Landschaft vor den grauen Felswänden. Aber auch im Sommer ist das Tal sehenswert: Die Wiesen sind grün, die Berge wirken nah, und die Engalm bietet einen guten Ausgangspunkt für Spaziergänge und Wanderungen.

Am Ende der Straße liegt die Engalm mit ihren traditionellen Almgebäuden und Einkehrmöglichkeiten. Von hier kannst du die Bergwelt zu Fuß erkunden oder einfach den Blick auf die umliegenden Gipfel genießen. Anders als bei einer klassischen Passstraße fährst du nicht über einen hohen Gebirgssattel in ein anderes Tal, sondern tief hinein in eine abgeschiedene Landschaft.

Mein Tipp: Wenn du den Großen Ahornboden in seiner herbstlichen Farbenpracht erleben möchtest, plane deinen Besuch nicht zu spät in der Saison. Gerade dann kann es sehr voll werden. Für Wanderungen solltest du dir Zeit nehmen – die Fahrt allein zeigt nur einen Teil dieser besonderen Landschaft. Alles Wichtige zur Strecke steht auf unserer Seite über die Mautstraße Eng.

Weitere Panoramastraßen in Österreich, die sich lohnen

Loser Panoramastraße

Die Loser Panoramastraße führt oberhalb von Altaussee in die Bergwelt des steirischen Salzkammerguts. Besonders schön ist der Blick auf den Altausseer See und die umliegenden Berge. Oben warten Wanderwege und Aussichtspunkte, die den Ausflug auch für alle interessant machen, die nicht nur im Auto sitzen möchten. Die Straße eignet sich besonders, wenn du eine Panoramafahrt mit einem Spaziergang oder einer Bergwanderung verbinden willst.

Nockalmstraße

Die Nockalmstraße führt durch die sanft gerundete Berglandschaft der Kärntner Nockberge. Statt schroffer Felswände und Gletscher prägen hier grasbewachsene Gipfel, Zirbenwälder und weite Almflächen das Bild. Die vielen Kurven gehören zur Strecke, aber gerade die unterschiedlichen Aussichtspunkte und kurzen Wanderungen machen den Reiz aus. Sie ist eine gute Wahl, wenn du eine entspannte Fahrt durch eine abwechslungsreiche Berglandschaft suchst.

Zillertaler Höhenstraße

Die Zillertaler Höhenstraße ist eine der Straßen für alle, die kurvige Bergfahrten mögen. Sie verläuft hoch über dem Zillertal und eröffnet immer wieder Ausblicke auf die Zillertaler Alpen. Anders als bei einer Strecke, die zu einem einzelnen Stausee oder Gletscher führt, steht hier die Fahrt entlang der Berghänge selbst im Mittelpunkt. Wegen der teils schmalen und steilen Abschnitte solltest du dich vorab informieren, ob die Strecke zu deinem Fahrzeug und deiner Fahrpraxis passt.

Silvretta-Hochalpenstraße

Die Silvretta-Hochalpenstraße ist für ihre Kehren und die Bergseen rund um die Bielerhöhe bekannt. Normalerweise verbindet sie das Montafon in Vorarlberg mit dem Paznauntal in Tirol. Nach schweren Schäden bleibt die Vorarlberger Seite allerdings voraussichtlich bis 2030 gesperrt. Von Tiroler Seite ist die Zufahrt im Sommer derzeit nur bis zum Vermuntsee möglich; eine durchgehende Passüberquerung ist somit nicht möglich. Prüfe vor deinem Besuch unbedingt den aktuellen Status. https://www.silvretta-bielerhoehe.at/de/silvretta-hochalpenstrasse

Pustertaler Höhenstraße

Die Pustertaler Höhenstraße verläuft oberhalb des Osttiroler Pustertals durch kleine Orte, Wiesen und bewirtschaftete Hänge. Hier geht es weniger um eine hochalpine Passfahrt als um eine aussichtsreiche Landstraße mit Blick auf die umliegende Bergwelt. Sie passt besonders gut, wenn du unterwegs gern kleinere Orte entdeckst und eine Fahrt mit Einkehr oder einem Spaziergang verbinden möchtest. Informiere dich vorab über die Streckenführung und mögliche Einschränkungen für dein Fahrzeug.

Arlbergpassstraße

Die Arlbergpassstraße verbindet Tirol und Vorarlberg über den Arlbergpass. Die Route ist nicht nur eine Verbindung zwischen zwei Regionen, sondern führt durch eine eindrucksvolle Berglandschaft mit steilen Hängen und hoch gelegenen Ortschaften. Besonders interessant ist sie, wenn du die Fahrt mit einem Aufenthalt in St. Anton am Arlberg oder in den Orten auf Vorarlberger Seite kombinierst. Im Gegensatz zu den kostenpflichtigen Erlebnisstraßen ist hier die Passüberquerung selbst das zentrale Erlebnis.

Wann sind die Panoramastraßen geöffnet?

Viele hochalpine Panoramastraßen sind nur während der schneefreien Jahreszeit befahrbar. Häufig liegt die Saison zwischen Mai und Oktober. Das ist allerdings nur ein grober Richtwert: Je nach Höhenlage, Schneelage und Wetter kann die Öffnung später erfolgen oder die Straße vorzeitig gesperrt werden.

Auch während der Saison können Gewitter, Schneefall, Steinschlag oder Bauarbeiten zu Einschränkungen führen. Informiere dich daher am Reisetag über den aktuellen Betriebsstatus. Das gilt besonders, wenn du eine längere Anfahrt planst oder mehrere Straßen während einer Reise besuchen möchtest.

Bei der Silvretta-Hochalpenstraße ist die Situation besonders: Die Sperre der Vorarlberger Seite betrifft die durchgehende Verbindung über die Bielerhöhe. Die Erreichbarkeit einzelner Abschnitte von Tiroler Seite ist davon zu unterscheiden.

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