Fernpass Stau

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Stau, Abfahrtsperren & Verkehrslage am Fernpass (B179)

Die Fernpassstraße B179 gehört zu den am stärksten belasteten Bundesstraßen im gesamten Alpenraum. Aktuell musst du keine Fernpass Maut bezahlen und deshalb ist die Direktverbindung zwischen der deutschen Autobahn A7 bei Füssen bzw. der A95 über Garmisch-Partenkirchen und dem Tiroler Oberinntal extrem beliebt. Hier fahren an Spitzentagen über 30.000 Fahrzeuge über die zweispurige Passstrecke.

Da es sich im Gegensatz zu reinen Autobahnen nicht um eine vierstreifige Fahrbahn handelt, führen bereits kleine Verkehrsspitzen sehr schnell zu langen Rückstaus. Wer den Fernpass ohne stundenlanges Stop-and-Go überqueren möchte, muss die typischen Nadelöhre und verkehrsrechtlichen Besonderheiten des Landes Tirol kennen.

Das Wichtigste zum Fernpass Stau auf einen Blick

Fernpass StauDetails & Fakten
HauptstauschwerpunkteGrenztunnel Füssen, Lermooser Tunnel, Passhöhe, Nassereith
Gegenmaßnahme der BehördenAutomatisierte Dosierampeln zur Vermeidung von Tunnelstaus
Abfahrtsperren für TransitVerlassen der B179 zur Stauumfahrung an Reisetagen streng verboten
Beste Reisetage & ZeitenWerktags (Di–Do) oder an Samstagen/Sonntagen vor 07:00 Uhr & nach 18:00 Uhr

Ist am Fernpass aktuell Stau?

Ob am Fernpass aktuell Stau ist, erfährst du am besten mit einem Klick auf diese beiden Verkehrsnachrichten.
https://www.oeamtc.at/verkehrsservice/?view=verkehr&region=at-7 und https://oe3.orf.at/verkehr/

Die typischen Stauschwerpunkte auf der B179

Der Stau am Fernpass entsteht selten auf freier Strecke, sondern bildet sich an spezifischen Nadelöhren entlang der rund 50 Kilometer langen Route. Wer die Schwachstellen kennt, kann Verzögerungen besser einkalkulieren:

  • Grenztunnel Füssen: Bereits am nördlichen Beginn verengt sich die Fahrbahn am Ende der deutschen Autobahn vor dem Grenztunnel Füssen auf eine Spur pro Richtung. Bei hohem Aufkommen schaltet die Polizei hier regelmäßig die aktive Blockabfertigung ein.
  • Lermooser Tunnel: Ein zentraler Engpass im Lermooser Becken. Um gefährliche Abgasansammlungen und Unfälle im einröhrigen Tunnel zu verhindern, wird die Einfahrt in den Tunnel bei Stau dosiert.
  • Passhöhe Fernpass (1.212 m): Durch die Kehren, langsam fahrende LKW, Gespanne sowie Abbiegeverkehr an den Raststätten gerät der Verkehr auf den Steigungsstrecken leicht ins Stocken.
  • Knoten Nassereith (B179 / B189): Am südlichen Passende trifft der Verkehr aus Richtung Imst auf die Fahrzeuge vom Holzleitensattel, was vor allem im Rückreiseverkehr Richtung Norden zu Eindeckungen führt.

Wie Dosierampeln und Blockabfertigung funktionieren

Um einen drohenden Verkehrskollaps in den Anliegergemeinden abzuwenden und die Sicherheit in den Tunnels zu gewährleisten, setzt das Land Tirol auf automatisierte Dosierampeln. Sobald ein kritischer Schwellenwert an Fahrzeugen pro Stunde überschritten wird, schalten die Ampeln vor den Tunnelportalen oder verkehrskritischen Engpässen automatisch auf Rot. Es werden dann nur noch etwa 10 bis 15 Fahrzeuge pro Minute durchgelassen. Für Autofahrer bedeutet dieses Vorgehen zwar spürbare Wartezeiten vor der Ampel, im Gegenzug bleibt der Verkehrsfluss innerhalb der Tunnels und auf der eigentlichen Passhöhe jedoch konstant in Bewegung.

Tiroler Abfahrtsperren: Warum Navis bei Stau oft versagen

Sobald Navigationssysteme Stau auf der B179 anzeigen, schlagen sie Autofahrern häufig Ausweichrouten durch die anliegenden Dörfer vor. Wer diesen Empfehlungen folgt, läuft jedoch direkt in eine Falle. An verkehrsreichen Wochenenden sowie Feiertagen in der Sommer- und Wintersaison verhängt das Land Tirol entlang der B179 und B189 Abfahrtsperren für den Transitverkehr. Die wichtigsten Regeln zu den Abfahrtsperren im Überblick:

  • Gesperrte Ausfahrten: Betroffen sind die Ausfahrten im Raum Reutte, Bichlbach, Lermoos, Biberwier sowie die Ausfahrten bei Nassereith.
  • Verbot für Transit: Allen durchreisenden PKW, Motorrädern und Wohnmobilen ist das Verlassen der B179 zur Stauumfahrung rechtlich untersagt.
  • Strenge Kontrollen: Die Tiroler Polizei und private Sicherheitsdienste überwachen die Abfahrten konsequent. Durchreisende werden direkt auf die staugefährdete B179 zurückgeschickt und riskieren Verwaltungsstrafen
  • Ausnahme für Gäste: Urlauber mit einer nachweisbaren Buchung oder einem festen Ziel in einer der Anliegergemeinden dürfen abfahren (Buchungsbestätigung bereithalten!).

Die besten Reisezeiten ohne Fernpass Stau

Die Wahl des richtigen Zeitpunktes ist der effektivste Faktor, um den Fernpass staufrei zu passieren:

  • Kritische Reisetage: Samstage während der Hauptferienzeiten im Sommer sowie in der Wintersaison zwischen Januar und März sind extrem staugefährdet. Auch an Sonntagen kommt es im nachmittäglichen Rückreiseverkehr gen Norden regelmäßig zu langen Wartezeiten.
  • Ideale Uhrzeiten am Wochenende: Wer an einem Samstag oder Sonntag reisen muss, sollte die Passhöhe entweder früh morgens vor 07:00 Uhr oder erst am späten Nachmittag ab 18:00 Uhr überqueren.
  • Beste Reisetage: Die entspannteste Durchfahrt garantieren nach wie vor die Werktage von Dienstag bis Donnerstag.

Falls der Fernpass aufgrund von Unfällen oder extremer Überlastung komplett blockiert ist, prüfen manche Autofahrer die Weiterfahrt über das anspruchsvolle Hahntennjoch (wobei hierfür strenge Einschränkungen für Gespanne gelten) oder weichen direkt auf die mautpflichtige Tauernautobahn oder die Brennerautobahn aus.

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