Ötztaler Gletscherstraße: Maut, Preise und die schönsten Aussichtspunkte
Die Ötztaler Gletscherstraße führt dich von Sölden hinauf in eine hochalpine Landschaft, in der selbst im Sommer Schnee liegen kann. Auf der Fahrt zum Rettenbachgletscher und weiter zum Tiefenbachgletscher überwindest du mehr als 1.400 Höhenmeter. Der höchste Punkt liegt auf 2.830 Metern Seehöhe – damit zählt die Straße zu den höchstgelegenen befestigten Straßen der Alpen.
Schon die Auffahrt ist beeindruckend: Die Kehren werden enger, die Vegetation verschwindet allmählich und die Berge rund um das hintere Ötztal rücken immer näher. Oben erwarten dich die Gletscherwelt, Aussichtspunkte, Restaurants und ein außergewöhnlicher Tunnel, der die beiden Gletscherskigebiete miteinander verbindet. Bekannt ist die Strecke außerdem aus dem James-Bond-Film Spectre. Hier findest du die wichtigsten Informationen zur Maut, den Öffnungszeiten und den schönsten Stopps für deinen Ausflug.
Was kostet die Maut auf der Ötztaler Gletscherstraße 2026?
Ötztaler Gletscherstraße Mautpreise
| Fahrzeug / Tarif | Preis |
|---|---|
| Pkw, Hin- und Rückfahrt für bis zu 5 Personen | 23 € |
| Jede weitere Person | 7 € |
| Pkw mit mehr als 5 Personen | 7 € pro Person |
| Bus | 7 € pro Person |
| Motorrad, Hin- und Rückfahrt | 12,50 € |
| Gletscherstraße mit gültigem Skipass | Mautbefreiung laut Betreiber |
Mit einem gültigen Skipass bist du von der Maut befreit. Wenn du die Strecke im Sommer mit der Ötztal Summer Card nutzen möchtest, gilt eine wichtige Einschränkung: Die kostenlose Fahrt ist an die Nutzung der öffentlichen Busse gebunden, nicht an die Auffahrt mit dem eigenen Auto.
Wann ist die Ötztaler Gletscherstraße geöffnet?
Die Öffnungszeiten hängen von der Jahreszeit und den Bedingungen im hochalpinen Gelände ab. Für den Herbst 2026 nennt die offizielle Tourismusinformation den Zeitraum vom 5. Oktober bis 13. Dezember 2026, jeweils täglich von 7.30 bis 16.30 Uhr. Diese Angaben sind saisonbezogen und gelten nicht automatisch für das gesamte Jahr.
Im Winter wird die Straße für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Die Gletscherskigebiete sind dann über den Gletscherexpress erreichbar. Auch während der Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr können Schnee, Eis und Wetterumschwünge die Befahrbarkeit beeinflussen.
Gerade wenn du die Ötztaler Gletscherstraße als Ausflugsziel und nicht zum Skifahren besuchen möchtest, solltest du den Status am Reisetag kontrollieren. Im Hochgebirge kann das Wetter innerhalb kurzer Zeit umschlagen. Winterreifen sind bei winterlichen Verhältnissen Pflicht; Schneeketten im Fahrzeug sind laut Betreiber empfehlenswert. Die aktuellen Betriebszeiten, Livecams und Wetterinformationen findest du auf der offiziellen Website von Sölden.
Wo beginnt die Ötztaler Gletscherstraße?
Die Auffahrt beginnt am südlichen Ortsende von Sölden im Tiroler Ötztal. Von dort führt die Straße zunächst durch das Rettenbachtal zum Rettenbachgletscher. Anschließend gelangst du durch den Rosi-Mittermaier-Tunnel zum Tiefenbachgletscher.
Von Sölden bis zum Rettenbachgletscher sind es rund 13 Kilometer. Der anschließende Abschnitt zum Tiefenbachgletscher ist etwa drei Kilometer lang. Insgesamt ist die Gletscherstraße damit rund 16 Kilometer lang. Die durchschnittliche Steigung liegt bei etwa elf Prozent, stellenweise erreicht sie bis zu 13 Prozent.
Die Fahrt ist anspruchsvoller als eine gewöhnliche Bergstraße. Du überwindest viele Höhenmeter auf relativ kurzer Strecke und erreichst eine Höhe, in der Wetter und Straßenverhältnisse schnell wechseln können. Fahre daher vorausschauend, halte ausreichend Abstand und plane genügend Zeit für die Rückfahrt ein.
Die schönsten Erlebnisse auf der Ötztaler Gletscherstraße
Rettenbachgletscher: hoch hinaus in die Gletscherwelt
Der Rettenbachgletscher ist eines der beiden großen Ziele an der Gletscherstraße. Die Straße führt bis in eine Höhe von rund 2.830 Metern. Im Bereich des Gletschers erwarten dich eine hochalpine Landschaft, weite Blicke auf die umliegenden Gipfel und die Infrastruktur des Gletscherskigebiets.
Der Rettenbachgletscher ist vielen Wintersportfans auch als Austragungsort des alpinen Ski-Weltcupauftakts bekannt. Im Herbst treffen hier mitunter die Vorbereitungen für die Skisaison auf die letzten warmen Tage im Tal. Das macht den Ort besonders spannend, denn du erlebst eine Landschaft, die sich deutlich von den grünen Wiesen rund um Sölden unterscheidet.
Wie viel Schnee du tatsächlich siehst, hängt stark von der Jahreszeit und den aktuellen Bedingungen ab. Auch Gletscher verändern sich, deshalb solltest du dich nicht darauf verlassen, dass die Landschaft jedes Jahr gleich aussieht.
Tiefenbachgletscher: weiter bis zum zweiten Gletscher
Nach dem Rettenbachgletscher führt die Straße durch den Tunnel weiter zum Tiefenbachgletscher. Das Gebiet liegt auf rund 2.800 Metern Seehöhe. Auch hier erwarten dich hochalpine Ausblicke und die Infrastruktur des Skigebiets.
Wenn die Straße geöffnet ist, lohnt es sich, beide Gletscherbereiche zu besuchen. Sie sind zwar über den Tunnel miteinander verbunden, bieten aber unterschiedliche Perspektiven auf die umliegende Bergwelt. Plane deshalb nicht nur einen kurzen Stopp am Rettenbachgletscher ein, sondern fahre – sofern die Verkehrs- und Betriebsbedingungen es erlauben – auch zum Tiefenbachgletscher weiter.
Vor Ort findest du Parkmöglichkeiten sowie gastronomische Angebote, deren Öffnungszeiten vom Saisonbetrieb abhängen. Informiere dich bei einem Besuch außerhalb der Hauptskisaison darüber, welche Einrichtungen tatsächlich geöffnet sind.
Rosi-Mittermaier-Tunnel: Verbindung auf fast 2.800 Metern
Ein besonderes Erlebnis ist die Durchfahrt durch den Rosi-Mittermaier-Tunnel. Er verbindet die beiden Gletscherskigebiete und liegt auf rund 2.800 Metern Seehöhe. Der Tunnel ist etwa 1,8 Kilometer lang und gehört zu den außergewöhnlichen Abschnitten der Strecke. Bei den Dreharbeiten zum James-Bond-Film Spectre wurde er ebenfalls als Kulisse genutzt. Achte während der Durchfahrt auf die vorgeschriebene Beleuchtung und die geltenden Verkehrsregeln. Halte nicht im Tunnel an, um Fotos zu machen. Wenn du die Landschaft festhalten möchtest, nutze dafür die ausgewiesenen Parkplätze an den Gletschergebieten.
James Bond in Sölden: die Straße als Filmkulisse
Die Ötztaler Gletscherstraße wurde 2015 für den James-Bond-Film „Spectre“ genutzt. Die spektakuläre Berglandschaft und die ungewöhnliche Streckenführung boten die passende Kulisse für eine Verfolgungsjagd. Auch das futuristisch wirkende Restaurant ice Q am Gaislachkogl war ein wichtiger Drehort.
Wenn du dich für den Film interessierst, kannst du deinen Ausflug mit einem Besuch der Erlebniswelt 007 ELEMENTS am Gaislachkogl verbinden. Sie liegt allerdings nicht direkt an der Gletscherstraße, sondern ist über die Bergbahn erreichbar. Plane dafür einen eigenen Zeitblock ein und prüfe die Öffnungszeiten sowie die Ticketbedingungen.
Aussicht genießen und die Höhenlage respektieren
Die Fahrt zur Gletscherstraße ist vor allem wegen der Höhenlage besonders. Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Landschaft, und die Aussicht auf die Ötztaler Alpen wird weiter. Bei klarer Sicht wirken die Gipfel zum Greifen nah; bei Wolken, Wind oder Schneefall kann die Sicht dagegen schnell eingeschränkt sein.
Nimm dir Zeit, um an den vorgesehenen Parkplätzen auszusteigen und die Umgebung auf dich wirken zu lassen. Denke daran, dass du dich auf fast 3.000 Metern Seehöhe befindest. Es kann deutlich kälter sein als im Tal, und auch im Sommer sind warme Kleidung und festes Schuhwerk sinnvoll.
Kannst du mit dem Bus zur Ötztaler Gletscherstraße fahren?
Ja. Der Gletscherskibus verbindet Sölden mit den Gletscherskigebieten. Er ist eine praktische Alternative, wenn du nicht selbst auf der hochalpinen Straße fahren möchtest. Die Busverbindungen richten sich nach der Saison und dem jeweiligen Betrieb der Gletschergebiete.
Mit der Ötztal Summer Card ist die Fahrt auf der Gletscherstraße mit öffentlichen Bussen laut Tourismusinformation inkludiert. Für die Fahrt mit dem eigenen Auto gilt diese Vergünstigung nicht. Prüfe vorab den aktuellen Fahrplan, denn die Abfahrtszeiten können sich im Jahresverlauf ändern.
Den Fahrplan der Gletscherbuslinie findest du bei Ötztaler Linienverkehr.
Ötztaler Gletscherstraße mit Wohnmobil oder Motorrad
Die Ötztaler Gletscherstraße ist auch für Motorradfahrer ein bekanntes Ziel. Die lange Steigung, die Kurven und die hochalpine Umgebung machen die Fahrt sportlich. Gleichzeitig solltest du die Strecke nicht unterschätzen: Die Höhe, wechselnde Temperaturen und mögliche winterliche Bedingungen erfordern eine vorsichtige Fahrweise.
Mit dem Wohnmobil ist die Auffahrt grundsätzlich ebenfalls möglich, sofern das Fahrzeug für die Strecke geeignet ist und die aktuellen Verkehrsbestimmungen eingehalten werden. Beachte dabei die Steigung und die Wetterverhältnisse. Gerade bei Schnee oder Eis solltest du prüfen, ob die Fahrt sicher möglich ist.
Wenn du mit dem Wohnmobil durch Österreich reist, findest du weitere Informationen auf unserer Seite zur Wohnmobil-Maut in Österreich. Für die Anreise über österreichische Autobahnen ist außerdem die Vignette in Österreich relevant, sofern du vignettenpflichtige Straßen nutzt.
Brauchst du für die Ötztaler Gletscherstraße eine Vignette?
Für die Ötztaler Gletscherstraße selbst bezahlst du eine eigene Maut. Eine österreichische Autobahnvignette ist für diese Straße nicht erforderlich. Wenn du auf dem Weg nach Sölden Autobahnen oder vignettenpflichtige Schnellstraßen nutzt, gelten dafür jedoch die üblichen Mautregeln.
Welche Gebühren bei deiner Anreise anfallen, hängt von deinem Startpunkt und der gewählten Route ab. Einen Überblick über die wichtigsten Bestimmungen findest du auf unserer Seite Maut Österreich. So kannst du die Kosten für die Anreise und die Maut auf der Gletscherstraße getrennt planen.
Persönliches Fazit: Lohnt sich die Ötztaler Gletscherstraße?
Die Ötztaler Gletscherstraße ist ein besonderes Ziel für alle, die hochalpine Landschaften erleben möchten, ohne dafür eine lange Bergwanderung zu unternehmen. Die Fahrt von Sölden hinauf zu den Gletschern ist eindrucksvoll. Mein Tipp: Fahre bei passenden Bedingungen bis zum Tiefenbachgletscher weiter und steige an den vorgesehenen Parkplätzen aus, um die Aussicht in Ruhe zu genießen. Nimm warme Kleidung mit. Gerade im Herbst kann sich das Wetter in dieser Höhe schnell ändern. Wenn du weitere Bergstraßen mit außergewöhnlichen Ausblicken entdecken möchtest, findest du in unserer Übersicht der Panoramastraßen in Österreich weitere Ideen für deine nächste Tour.
Häufige Fragen zur Ötztaler Gletscherstraße
Der höchste Punkt liegt auf 2.830 Metern Seehöhe. Damit zählt die Straße zu den höchstgelegenen befestigten Straßen der Alpen.
Die Strecke von Sölden bis zum Rettenbachgletscher ist rund 13 Kilometer lang. Der Abschnitt zum Tiefenbachgletscher ist etwa drei Kilometer lang. Insgesamt ergibt das rund 16 Kilometer.
Nein. Im Winter ist die Straße für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Ja, Motorräder können die Straße während der jeweiligen Betriebszeiten nutzen.

